Und das an Nikolaus. ^^
Tja, hatten wir ja lange nicht mehr, das Label. :-)
Ich habe zugegebenermaßen zwischendurch immer mal wieder versucht, Kalorien zu zählen. Aber irgendetwas in mir hat sich jedes Mal gewehrt. Es nervte mich einfach nur noch. Alles, aber wirklich alles dreht sich nur um einen perfekten Körper, perfekte Maße, perfektes Gewicht. Gefühlt habe ich immer nur gegen meinen Körper gearbeitet, er war/ist nie gut genug für mich.
Und ich wehre mich innerlich, sobald ich wieder Kalorien zähle. Mal überschlagen und was nachgucken - okay. Aber alles wieder abwiegen und aufschreiben?! Nee.
Ich MÜSSTE eigentlich. Bei über 90 Kilo.
Aber ich versuche mal anders an die Sache ranzugehen.
Wie ich abnehme, weiß ich. Und habe ich auch schon ein paar Mal mit unterschiedlichsten Mitteln geschafft. Die Krux liegt im wieder Zunehmen. "Jojo-Effekt". Warum esse ich dann plötzlich wieder mehr? DA und genau DA muss ich doch ansetzen, oder? Wenn ich wieder 78 oder weniger Kilos erreicht habe und dann wieder zunehme - warum?!
Andere schaffen es doch auch, komplett ohne Kalorien zu zählen, dünn zu bleiben. Und ich rede jetzt nicht von krankhaft dünn, sondern normalgewichtig.
Also habe ich mir - mal wieder - Bücher bestellt. Über's intuitive Essen. Erst einmal die zwei, bei denen ich nach der Leseprobe am liebsten weiter gelesen hätte und wo ich mich am meisten wiedergefunden habe.
Habe im Netz noch weiter quer gelesen und bei mir erzeugt Druck nunmal Gegendruck. War schon immer so, auch bei Verboten als Kind. (Dazu gibt es auch eine interessante Studie mit einer Gruppe von Kindern, die einen hatten keine Verbote bei einem Raum mit einer Schale Süßkram und einer Schale Obst, die anderen beiden Gruppen hatten eine jeweilige verbotene Schale. Und - oh Wunder - die mit den Verboten aßen auch nur aus der verbotenen Schale mehr. Die mit beiden Schalen aßen ungefähr gleichviel aus beiden Schalen.)
Naja, ich werde berichten, wenn die Bücher ankommen und ich sie durch habe.
PS: Zumindest habe ich, seit ich für mich den Beschluss gefasst habe, auch komischerweise weniger Hunger und kann Essen liegen oder weglassen. Gut, erst seit Donnerstag *g*, aber ich könnte ja alles den ganzen Tag essen, wenn ich möchte. Und genau das lässt das Essen nicht mehr so interessant erscheinen.
Ist ja wie mit neuen Sachen, neuem Auto, neue Spielsachen, neues Handy: anfangs neu, aufregend, aber irgendwann Alltag. SO sollte das auch mit allen Nahrungsmitteln sein, und eben nicht verboten, oder während der einen Mahlzeit denken "Oh Mist, ich hab schon soviel gegessen, jetzt darf ich erst wieder um soundsoviel Uhr, was esse ich denn an? Wieviele Kalorien habe ich noch?" Das möchte ich nicht mehr.
Freitagabend konnte ich nach der Lachs-Spinat-Lasagne (mein Schatz hat's einfach drauf *g*) den Nachschlag ausschlagen (ich kann ja jederzeit, wenn ich möchte) und auch beim Frühstück nach 2 Toasts und 1 gekochten Ei aufhören, was vorher echt nie der Fall gewesen wäre. Anfangs-Glück?! Keine Ahnung.
We will see.

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