Manchmal auch auf lauten.
Aber immer trifft es die Falschen.
So letzte Woche die Mama von einem guten Bekannten, der 1. schon 5 Jahre jünger ist als ich und das Nesthäkchen der Familie und 2. seit ich ihn kenne niemanden hat außer seinen Hund. Er ist sehr, wirklich sehr speziell, aber furchtbar lieb. Nur leider sehen das die Mädels nicht.
Er war früher auch immer mit uns feiern mit dem Tattoofreak und Konsorten. Und an vorderster Front.
Naja, soll ja auch nicht um ihn gehen.
Seit Corona hatte seine Mama einen bösartigen Hirntumor. Er hat sich wirklich rührend gekümmert, Kontakte eingeschränkt etc. Ich hatte zwischendurch mal angerufen in der Mittagspause, weil ich ja seitdem immer spazieren gehe und erst dann davon erfahren, d.h. die Diagnose kam irgendwann Anfang des Jahres.
Zwischendurch ging es dann auch wieder aufwärts.
Dann habe ich mal alle paar Wochen angerufen, bis.... ja, bis meine liebe Kollegin ihre Stunden erweitert hatte und ab August dann mit mir zusammen die Pause machte und wir zusammen spazieren gingen.
Ab da habe ich nicht mehr angerufen.
Aber oft dran gedacht.
Dazu kommt, dass er jemand von der Sorte ist, die Sprachnachrichten hassen und ungehört löschen. Das erschwert die Geschichte. Ich liebe Sprachnachrichten, weil ich sie hören kann, wenn ich Zeit und Lust habe, gerne beim Bügeln oder Auto fahren.
Naja, das sind auch keine guten Ausreden. Jedenfalls ist sie letzte Woche gestorben. Ich habe ihm geschrieben, ob wir was tun können. Nein, aber er würde sich freuen, wenn wir die Tage mal vorbeikommen...
Au mann.
Mal gucken, wann ich es ... einrichten kann. Wann es auch passt... so nach der Beerdigung. Ich kannte sie nicht, bzw. ich kenne seine Eltern wirklich gar nicht, ich glaube, die waren mal an seinem 30. Geburtstag mit dabei, aber bis auf "Hallo" habe ich nix mit denen gesprochen.
Jetzt musste ich also ein paar Trauerkarten machen (Bine wollte die auch auf Vorrat haben), eine davon für mich...
Hier von innen:
Und das ist der Rest:
Von innen alle fast gleich, weil mir auch solche Sprüche fehlen, die allgemein sind. Bei den meisten wird "geduzt", und manchmal siezt man ja auch...
Die Umschläge habe ich nur mit einem schwarzen Rand versehen. Ganz schlicht. Gebastelt habe ich überwiegend mit den Sachen von Stampin' Up und habe mich für die Farben schwarz und espresso entschieden, kombiniert mit saharasand und schiefergrau.
Ich hoffe, dass die Karte ihren nicht allzu erfreulichen Zweck erfüllt...
PS: Die Kreuzkarte gefiel auch meiner Kollegin, sie ist aber sehr abergläubisch, und wollte sie nicht gleich nehmen, sondern ich soll sie (heimlich, ohne ihr was zu sagen) auf Vorrat machen und wenn es soweit ist, würde sie auf mich zukommen.



Puh, Trauerkarten "auf Vorrat" ... ich verstehe, was damit gemeint ist und doch finde ich es makaber und traurig.
AntwortenLöschenAuf Vorrat beinhaltet ja nur, dass auch der Tod meist plötzlich kommt und man dann genau die Karte braucht... Geburtstage und Geburten sind da ja anders. ;-)
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