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Mittwoch, 15. Juni 2022

Achtsamkeits-Meldung

Jaaa, also meine Achtsamkeit lässt ab und zu zu wünschen übrig. Vielleicht muss ich doch hier oder von Hand einiges niederschreiben, zu meinen Gedanken, denn manchmal drehe ich mich doch im Kreis.

Was mir gut tut:

  • keine Kalorienzählerei mehr
  • damit keinen Zwang mehr, alles zu kontrollieren 
  • nie dagewesene Freiheit, was Essen, Urlaube und Parties angeht, trotzdem kein Verzicht
  • es gibt tatsächlich Süßigkeiten, die mir nicht schmecken 😉 Manchmal überrascht mich das. Aufgefallen bei den Geburtstags-Süßigkeiten eines Kollegen, der ALDI-Süßkram kaufte und ich bin ja neugierig, ich muss immer wissen, was es denn ist, wenn nicht die Verpackung und/oder Form auf das Original schließen lässt. So weit, es dann aber nach einem Bissen wegzuschmeißen, bin ich (leider!) noch nicht.
  • die damit verbundene Leichtigkeit

Was mir nicht so gut tut:

  • die damit verbundene Zunahme
  • dass ich noch keinen Angriffspunkt finde, die emotionale Esserei zu beenden
  • dass ich mich hier auf der Arbeit noch weniger wohl fühle, weil ich jetzt in unseren Abteilungen hier die Fülligste bin. 
  • meine Arbeitskollegin ist im Schönheitswahn und sehr gehässig zu anderen, was mir echt Probleme macht. Sie ist mega schlank, spritzt sich die Lippen auf, botoxt und ist 3 Jahre älter als ich, aber hat anscheinend mit dem persönlichen Sommer keine Probleme. Neben ihr fühle ich mich minderwertig, hässlich und klein. Weil ich eben mitbekomme, wie sie über andere spricht. Ich weiß, dass SIE eigentlich diejenige ist, die eine arme Wurst ist, aber das ist nicht das, was ich fühle. Es ist für mich täglich ein Spießrutenlauf, weil sie schräg hinter mir sitzt und ich weiß, dass sie jeden taxiert und ich wegen meiner Figur auch immer eine dünne lange Strickjacke anhabe, am liebsten würde ich mich verhüllen. 😞 ICH muss an MIR arbeiten, sie spiegelt ja irgendwas oder triggert irgendwas in mir. Sie ist die sehr extrovertierte, laute Kollegin mit den vierhundert Louis Vuitton Taschen, Kohle ohne Ende (was kostet die Welt).
  • der persönliche Sommer mit diesen körperlichen Verformungen

So. Möchte ich mein aktuelles Gewicht hier mal festhalten? Oder sage ich lieber, ich bin nicht die Zahl. Ich bin erstmal ich?
Vielleicht später.

Ich habe seltene, richtig gute Phasen, meistens im Urlaub, wo ich genau auf mich höre und auch meinen Körper spüre (beim letzten Urlaub hatte ich nach knapp einer Woche wieder mein Vor-Urlaubs-Gewicht, statt wie sonst 4 Kilo waren es 2). Hier im Alltag ist es irgendwie komplett anders. Heimlich essen, zuviel essen, kein Ende finden.

Manchmal weiß ich auch nicht, wieso ich so unzufrieden bin.
Wenn ich meine Hochzeitsfotos angucke, muss ich fast weinen, weil ich da so unzufrieden war und doch fast 20 Kilo leichter. 😖

Selbst-Mitgefühl, Selbstliebe, Selbstakzeptanz, Selbst-Lob und Selbst-Geduld ist angesagt. Und das fällt mir so unendlich schwer.

Mittwoch, 13. April 2022

Alte Dämonen

Alte Dämonen suchen mich ab und an mal wieder heim.
Es ist, als würden alte, unliebsame Freunde wieder "Hallo" sagen, Dich mit ihrer Anwesenheit nerven, sich quasi in Deinem Wohnzimmer breit machen, sich genussvoll zurücklehnen mit den Worten: "Und?! Was machen wir zwei die nächsten Wochen/Monate/Jahre noch so Schönes?!"
Und Du sitzt auf der Sofa-Kante, rutschst unbehaglich hin und her, senkst den Blick und denkst Dir nur "Wie werde ich die schnellstmöglich wieder los?! Wie schön war das, als sie weg waren!"

Die blöde Eifersucht.
Die blöde Zunahme.
Die blöden Wechseljahre.

Diese drei, davon eigentlich nur eine "neue" Freundin seit letztem Jahr.

Die Eifersucht.... Ob sie nun grundlos ist oder nicht, weiß ich tatsächlich (noch?!) nicht. Sherlock Schnüffel hat das aber im Blick, Ihr wisst ja, wie phantasievoll und erfinderisch ich auf diesem Gebiet bin. Ich weiß noch, dass der Beginn der Eifersucht in unserer Büroküche war. Ganz plötzlich. Wie ein Blitz. Vorher war ich arglos, sorglos, unbefangen.
Ich weiß auch gar nicht mehr, was der Auslöser war.

Eine ausgelernte Azubine ist in die Abteilung versetzt worden zur Unterstützung des Mannes.
Sie ist supernett, fröhlich, 22 halt. Love her life. Wie man so ist in dem Alter. Aussehenstechnisch keine Granate, aber auch keine Schüppe Schrauben. Wirklich nett. Und auch bei der Freiwilligen Feuerwehr. Aber einen Ort weiter.

Die beiden haben eben nun viel zusammen zu tun, klar, er muss sie einarbeiten.
Feuerwehrleute unter sich duzen sich natürlich auch direkt.
Und die beiden haben viel Spaß. Sehr viel Spaß. Lachen viel. Hört man, weil die Tür immer offen war (und ist).

Und ich weiß wirklich nicht, warum, ich habe mir da nie was bei gedacht, aber ganz plötzlich, ich kann mich auch nicht mehr an den Auslöser erinnern, war die Eifersucht wieder da. Die dunkle Wolke, die Deine Seele zerstört, umwabert, annagt. Die Deine Gedanken vergiftet. In der Büroküche. Und ich gucke wehmütig zurück, als sie mich noch nicht wieder heimgesucht hat, diese blöde Eifersucht.

Ich habe hier ja nun auch genug Blogs gelesen von Männern, die in ihren Wechseljahren (oder Vor-Wechseljahren) auch zu Jüngeren tendieren. Ob verheiratet oder nicht. Holt man sich so seine Jugend wieder?! 

Gut, die beiden wären jetzt 22 Jahre auseinander, heißt aber nix.

Mit anderen Kolleginnen habe ich da überhaupt kein Problem, auch da hat er Spaß, aber gut, die sind auch alle verheiratet (heißt ja nix, wie wir hier wissen), aber irgendwie ist das doch anders. 
Oder fühlt sich anders an.

Momentan, wo ich mit mir selbst nicht so zufrieden bin und ständig irgendwelche Zipperlein habe, abgesehen davon, dass ich mich selbst nicht mag, ist das natürlich Wasser auf die Mühlen der Eifersucht.

So ein bis 2 mal haben sie auch übers Fratzenbuch geschrieben, woanders ist der Mann aber auch nicht angemeldet.
Gestern hat er ihr Fotos vom Grillfleisch der Feuerwehr geschickt.
(Fragt bitte nicht, woher ich das weiß. ^^)

Ich habe ihn gestern mal gefragt, ob er glücklich ist, da hat er genickt und "ja, doch" gesagt. Oder ob er unzufrieden mit mir ist? "Naja, Du lässt Dich in letzter Zeit doch ganz schön hängen, Essen, Schlafen, Couch, Arbeiten. Und dann auch noch jeden Samstag am Wochenende Nebenjob." "Ja, aber das war vorher ja auch nicht anders...?!"
Gut, er ist alle 2 Wochen Dienstags bei der Feuerwehr und jeden Donnerstag mit 1-2 anderen Kerlen beim Männerabend (das ist 1-2 Stunden Fastfood-Essen irgendwo, wo es Coupons gibt).

Ja, ich würde gerne mal wieder Aerobic machen, aber ich habe immernoch den bescheuerten Fersensporn.

Dann tat mir die Brust so furchtbar weh, die linke. Am Anfang des Jahres war ich ja beim Ultraschall, ich hatte viele Zysten, eine eingeblutete, aber alles GOTTSEIDANK unauffällig. Trotzdem tat mir wirklich ständig die Brust weh, schmerzte, war empfindlich.
Meine Osteopathin hatte mir aber netterweise 3 Langzeit-Akupunktur-Nadeln gesetzt und ich habe einen Tag später schon deutliche Erleichterung verspürt, heute nach fast 1 Woche ist es fast so wie vorher, also unangenehm, aber absolut erträglich und alltagstauglich. 

Es ist zum Mäusemelken.
Liegt das an der Zeit, die wir zusammen sind? Oder an Corona? 

Ich bin echt ein Ganzkörper-Klaus. Ganz schlimm.

Und das macht diese Eifersucht auch nicht besser.

Diese Speckpolster am Oberbauch! Ich hatte NIE da Speck. Also ja, klar, aber normalen Speck. ich konnte enge Sachen tragen obenrum. Wenn ich zugenommen habe, immer nur untenrum, Po und Oberschenkel. Jetzt fühle ich mich in den engen Sachen aber nicht wohl, da man voll den Oberbauch sieht.

Ich müsste was tun, aber ich will nicht wieder in dieses Diätdenken, wo sich alles wieder nur um Kalorien und Essen dreht. Ich merke, dass, je unwohler ich mich fühle, umso mehr tendiere ich doch wieder zu einer Diät. Oder zum Ausfallen lassen einer Mahlzeit.

Es nervt mich grad einfach alles.
Ich bin doch erst 46, menno.

Ich habe auch lange überlegt, ob ich das hier schreibe, aber es tut doch gut, das los zu sein und nachlesen zu können.

Mitte Mai haben wir auch erstmal Urlaub. Es geht wieder nach Kreta, aber diesmal mit Leihwagen, dass wir ein bisschen was unternehmen können.

Naja, ich werde berichten, falls sich etwas Neues ergibt.

Dienstag, 8. Februar 2022

Das Alter

Wir kommen/sind in so einem Alter, wo viele um uns rum krank werden oder sind. Die Nachrichten häufen sich.
Langjähriger Freund einer Freundin hat MS. Wird dieses Jahr 50.
Meine Duft-Jenny (mit den Duftlampen) hat einen Tumor an der Wirbelsäule. 3 Kinder, alleinerziehende Krankenschwester. 
Kunden sterben. Mal alleine. Da läuft es mir ja kalt den Rücken runter, wenn ich auf einer Sterbeurkunde lese "Todeszeitpunkt vom .... bis ....", teilweise mit 1 Woche oder mindestens ein paar Tagen dazwischen. Wenn man alleine wohnt, sicherlich kein Einzelfall. Gruselig aber trotzdem. Eine Kundin mit 21 Jahren. (Hintergründe kenne ich nicht, aber auch bei ihr hat es 4-5 Tage gedauert, bis sie jemand fand).
Schwiegervater meiner Make-Up und Haare-Frau für die Hochzeit hat sich umgebracht mit 55 Jahren. (Genaues weiß ich nicht).
Bekannte hatte Brustkrebs, sie hat alles ohne weitere Rückfälle überstanden. Im Gegensatz zur Mutter meiner Trauzeugin, 2020 Brustkrebs, 2021 kam er wieder.

Überall nur Krankheit und Tod. 

Ich versuche, mich auf schöne Dinge zu besinnen. Während dieser Corona-Kacke fällt es zunehmend schwerer. Aber bald sind ja alle hoffentlich durchseucht und wir können auch mal wieder Feiern, Treffen etc. Der Vorteil der Masken ist allerdings, dass man Essensreste zwischen den Zähnen und evtl. Pickel schön kaschieren kann. 😉

Und ich fühle mich schlecht, weil ich mit mir selbst bzw. meiner Figur und meinem Gewicht so furchtbar unzufrieden bin. Dabei gibt es soviel Schlimmeres im Leben... 


Donnerstag, 4. November 2021

Keine Ahnung

Gewicht aktuell: 92.7 kg. 
Ich habe wirklich keine Ahnung, einen Tag nach meinem Post sank das Gewicht direkt auf 93.5 kg.
Und heute morgen dann das.

Ich weiß auch nicht, was das war.

Ich kann das echt nur so hinnehmen.

Meine Kollegin meinte (und die sitzt mir ja den ganzen Tag gegenüber): "Du bist ja irgendwie immer gestresst und hast  bestimmt viel zuviel Cortisol im Körper, deshalb nimmst Du nicht ab. Am Essen kann das irgendwie nicht liegen!"

Sonntag, 24. Oktober 2021

Unwohlsein

Mein persönlicher Sommer verlangt mir so einiges ab.

Ganz plötzlich vor 2 Wochen schoss mein Gewicht auf 94.5 kg, zuerst war ich relaxt, kann ja mal passieren, dann bekam ich Panik. Und wieder Freßanfälle. Was völlig gaga ist, denn das Gewicht ging grundlos (!) nach oben. Ein Überschlagen meiner Kalorien (was ich ja nicht mehr machen wollte) sagte, alles gut, keine Ahnung, warum, aber daher kommt es nicht.

Es geht aber nicht mehr runter!!!!
Und schon gar nicht, wenn ich wieder Essen inhaliere, wovon ich doch schon so gut weg war. 😔 Vor allem NACH der Zunahme. 

Bis zum Urlaub auf 92.5 kg ist ein Wunschtraum und wieder dreht sich alles nur um die Zahl auf der Waage, was ja auch nicht mehr so sein sollte. 

Ich fühl' mich einfach gerade nicht wohl. Meine (grauen) Haare, mein Fresskopp, meine Figur... Aber um etwas zu ändern, muss ich was ändern und ich bin bockig, denn vieles an meinem Körper passiert für mich ohne Grund, Hormone hin oder her, aber die können mir doch nicht einfach so bei gleichem Gewicht einen Oberbauch kredenzen, oder eine Zunahme! 😒 

Ich bin wirklich ein bisschen grumpy und muss erstmal die Waage außer Acht lassen, denn die triggert mich glaub ich am meisten. 

Der Fokus sollte darauf liegen, dass ich weitestgehend gesund bin (außer die ständigen Wehwechen), aber ich sehe neidisch auf die schlanken Kolleginnen, die so schön abgenommen haben. Die haben dasselbe Problem wie ich zu Diät-Zeiten (Angst vor Urlaub, Essen gehen, Parties etc.), aber das seh' ich natürlich nicht.

Emotionales Essen lösen ist auch schwer.
WARUM esse ich denn jetzt nach einer Zunahme????? Wo vorher doch alles tacko war?
Blöd, alles.
Nervt voll.

Und da muss mir auch keiner mit "Reiß Dich mal zusammen" kommen oder "Mach dies, das und jenes", ich bin wirklich der Meinung, dass ich da mit Ehrgeiz und Zusammenreißen nur zeitweise ans Ziel komme, denn mittlerweile habe ich begriffen, dass der Körper Programme hat, die man mit Willensstärke nicht anhalten kann, wie z.B. Atmen, Herzschlag, Verdauung etc. Und genauso ist es mit dem Essen. Wenn man dem Körper Essen verweigert, wird mit Hormonen reagiert. Wie, wenn ich auf's Klo muss. Das kann ich auch nur bis zu einem bestimmten Punkt mit Willensstärke verhindern, aber irgendwann halt nicht mehr. 

Und ich habe mir schon angewöhnt, auf der Arbeit zwischen 12 und 13 Uhr ca. 75g Brot (also 2 kleine oder 1 große Scheibe) mit irgendwas an Aufschnitt zu essen und 1 Joghurt a 150g (mal 10%, mal 1.5%, mal 3.8%, je nachdem, was da ist) mit ca. 30g Knusper-Müsli (das wiege ich tatsächlich ab, denn da verschätz' ich mich meistens und kriege es nicht auf oder so und 30g ist eine gute Menge. Und abends dann halt warm, da dann eine gute Portion. Frühstücken tue ich nie, habe ich auch nicht, gibt aber 1-2 Kaffee mit Milch.

Man darf gespannt sein, wie es weitergeht...

Mittwoch, 11. August 2021

Stillstand

Nach einigen Büchern finde ich mich so langsam ein, ins intuitive Essen.

Leider spielt das Gewicht (noch) nicht mit. Immer zwischen 90 und 92 kg. Für mich definitiv zuviel, aber es macht mittlerweile doch Spaß, auf meinen Körper zu hören, was ihm gut tut, was er mag, wo er streikt. Sicher macht auch da ein Großteil mein persönlicher Sommer aus, was Unwohl- und Wohlsein angeht.

Auch mengentechnisch gab es im Urlaub keine Eklats, selbst der Mann bemerkte mehrfach, wie wenig ich denn essen würde. Okay, mal abgesehen vom Hunger war es einfach auch nur heiß. 😉

Es gibt keine Einschränkungen.

Ich esse Schoki, Chips, Knusper-Müsli etc. 

Eine Freiheit, die ich vor meiner ganzen Diät-Karriere nie für möglich gehalten hätte.

Natürlich gefällt mir mein Gewicht nicht wirklich dabei, aber dafür, dass alles erlaubt ist, und ich immer in diesen Kilo-Regionen bleibe, auch nach ersten Parties und Essen-Geh-Abenden mit Alkohol, finde ich das absolut genial! 

Nur manchmal funktioniert das Ganze nicht und ich esse über meinen Hunger, weil es so lecker ist.
Oder bin futterneidisch. (Das wird sicher auch noch dauern.)

Aber das war jetzt mein erster Urlaub, auf den ich mich von Herzen gefreut habe, natürlich hatte ich etwas zugenommen hinterher, aber nicht der Rede wert (Wasser?!).
Und den ich genießen konnte.

Und überhaupt auch die Parties. Kein Völlerei-Koma, die Waage bleibt brav.

Wie gesagt - nur das Gewicht stört mich. 10-15 Kilo weniger wären auch schön. ^^ Aber ich bin nicht mehr gewillt, mich zu quälen und zu kasteien. 

Ich bin mir sicher, irgendwann geht auch das Gewicht runter.

By the way...beim Mann ist der persönliche Sommer auch angekommen! 😁 SlimFit Hemden wurden aussortiert und BodyFit gekauft. 👍

Jetzt muss ich nur wieder zum Sport finden, der mir Spaß macht. Das mittägliche Spazierengehen seit März 2020 hat nicht wirklich was gebracht.

Freitag, 23. April 2021

Viele Baustellen

Also momentan habe ich einfach viele, viele Baustellen.

Mein Gewicht zum Beispiel. Das verändert sich auch nicht so, wie ich es vielleicht gerne hätte. Und trotz "nur" 1 kg pro Monat hänge ich jetzt schon hinterher. Zwar nur 600g, aber ich hänge.

Dazu kommt dieser Wahnsinns-Erfolg einiger meiner (nicht direkten) Kolleginnen, die WW gemacht haben oder einfach dank der "Flotten Karotte" im Sinne ihres Kindes vernünftig und gesund gekocht haben.

Da sind in kürzester Zeit (beide Ü40, eine 14 kg in 3.5 Monaten, die andere 25 kg im halben Jahr) viele Kilos geschmolzen. Und ich bin neidisch. Und voller Bewunderung. Weil sich in mir alles, wirklich alles sträubt und resigniert, wenn ich anfange, irgendwas zu zählen. Mir geht soviel Lebensqualität flöten. Ich habe schon mitbekommen "Oh nein, ich habe heute nichts abgenommen, ich muss mehr Sport machen und weniger essen!" Oh Gott. Mein Alptraum-Teufelskreis.

Genauso wie die fehlende Urlaubs-Vorfreude!!! Urlaub hieß für mich immer: Shysze, ich werde 3-4 Kilo zunehmen, mein Abnehmerfolg wird zunichte gemacht. 
Das war alles an Gedanken!
Und dann natürlich: Ich muss alles essen, weil zu Hause ist wieder Diät angesagt. 

Dasselbe bei Feiern, Parties und Geburtstagen. Ich wusste, ich kann mich nicht beherrschen und es wird eine Zunahme geben.

Wie traurig ist das bitte?!

Ich möchte das nicht mehr.

Und leider ist achtsam und/oder intuitiv essen ja auch ein sehr langwieriger Prozess, der Fort- und Rückschritte beinhaltet. Das merke ich ja jetzt. Zusätzlich zur Fettverteilung, die sich dank meines persönlichen Sommers ändert. 

Dann meine Haare.
Grau und ungepflegt. Wenn ich dazu wenigstens schlank wäre!
Auch das ist dann wieder ein Thema. Aber Färben und/oder ändern der Haarroutine ist keine Option, denn zumindest vom Fühlen her sind die Haare völlig anders und erholen sich anscheinend sehr langsam. Auch, wenn man ihnen das (NOCH!) nicht ansieht. Leider dürfen wir hier nicht mit Kopfbedeckung arbeiten. ^^

Aber ich möchte nicht wieder in den Teufelskreis.
Auch, wenn ich gerade ziemlich verzweifelt bin.

Dann die ganzen anderen "schmerzenden" Baustellen.
Brustzysten, vorwiegend links, schon jetzt seit einem Jahr (mit Beginn meines persönlichen Sommers), nix Wildes, aber schmerzt und fühlt sich unangenehm an. Meistens zur anstehenden Erdbeerwoche.
Dann meine Arme, irgendein Syndrom, ich müsste jetzt nachgucken, ich kriege den angewinkelten Arm nicht mehr ganz hoch. Mein Nacken fängt an zu schmerzen seit ein paar Wochen. Und meine ewige Baustelle, der Lendenwirbel. Ich habe solche Angst, denn ein gleichaltriger Kollege, der aber immer viel Freizeitsport (Joggen jeden Morgen, bei schönem Wetter mit dem Rad zur Arbeit, ca. 12 km, Sporturlaube, Ski fahren...) gemacht hat, liegt zu einer Spritzenkur in einer Spezialklinik wegen Bandscheibenvorfall am Lendenwirbel. Mit Faszientraining und Engpassdehnungen ist all dem bei mir ein Ende zu setzen, das weiß ich, denn den Lendenwirbel habe ich ja damit schon einmal wieder in den Griff bekommen. Aber jetzt sind es soviele Baustellen, dass ich zu faul und unmotiviert bin, auch nur anzufangen. Alle Körperteile würde ca. 40 bis 50 Minuten pro Tag Training bedeuten. 

Selbst schuld, ich weiß. (Wobei ich ja die Nackenübungen locker am Schreibtisch auf der Arbeit machen kann, nur nicht 2 1/2 Minuten wie vorgeschrieben, aber besser immer kurz als gar nicht, denke ich. Und die mache ich tatsächlich auch).

Ich möchte halt einfach nur gerade mal jammern. Auf hohem Niveau. 

Ein 150 kg schwerer Bekannter ist jetzt mit linksseitigem Schlaganfall seit vorgestern im Krankenhaus.
Der ist auch völlig beratungsresistent, was Gewichtsreduzierung angeht, isst nix, was schwimmt oder fliegt (also nur Rind und am liebsten Schwein), Gemüse gar nicht. Und von allem eben viel. Und ist schon zuckerkrank.

Aber ich nehme meine ganzen Nahrungsergänzungen. Mittlerweile nehme ich mir mein Döschen voll mit auf die Arbeit und schlucke den ganzen Tag über verteilt alles, statt alles abends zu nehmen und latente Übelkeit zu bekommen. :-)

Das ist also gerade mein aktuellster Stand.
Da war ja wenigstens die Mitteilung, dass meine Schilddrüse wohl jetzt normal arbeitet, eine gute Mitteilung. 😏

Dienstag, 12. Januar 2021

Der persönliche "schwere" Sommer

Ich weiß, ich nörgel' nur rum. ^^

Aber es ist auch nervig. Das Nach-Silvester-Gewicht von 92.3 kg geht einfach nicht 'runter. 

Ich weigere mich aber zur Zeit strikt, Kalorien zu zählen. Da sträubt sich in mir alles gegen.
Aber ich achte auf das Essen. (Habe das Buch allerdings noch nicht weitergelesen, seitdem ich hier davon berichtete...)
Wenn ich dann mal tageweise grob im Kopf überschlage, müsste sich zumindest das Gewicht mal etwas reduzieren. Tut es aber nicht. Wie festgetackert seit Silvester. Vorher waren es aber so wie seit Sommer 91.3 kg. 

Und das nervt.

Ebenso die Fettverteilung an meinem Körper. Diese Doppel-Speckbauch-Geschichte (eigentlich soll ich ja nicht mehr so über mich selbst reden) macht mich richtig fertig. Nicht gerechtfertigt, wie ich finde. Gleiches Gewicht, aber völlig anderer Körper, incl. Fress-Kopp (sorry!).
Ich fühle mich so unwohl, denke aber (was auch total banane ist), ich mach' jetzt keine Übungen, wenn das von alleine gekommen ist, ganz plötzlich, geht es so einfach nicht mehr weg. So völlig resignierend. 

Abgesehen davon ist diese ständige Isolation einfach nur nervig. (Ja, auch, wenn ich weiß, wir stöhnen auf sehr hohem Niveau). Nur noch schlafen und arbeiten ist irgendwie nicht der Sinn des Lebens. Zumindest meines Lebens nicht. Und das geht nun auch irgendwann auf's Gemüt. Wir sind früh müde, gehen früh ins Bett. Ich bin um 19 Uhr zu Hause und ab 21 Uhr geht es ins Bett. Was sind das für Tage?!?!?! Was ist das für ein Leben?!?!?! Genau - GAR keins.

Und das zieht sich wie ein roter Faden durch den Tag.

Ich trinke übrigens immer so zwischen 2 und 3 Liter, gehe aber wenig pinkeln. Wasserspeicher olé. 

Eigentlich kann ich noch froh sein, dass ich keinen Haarausfall habe. Oder richtige Hitzewallungen. Oder Atemnot. Und nur das Gewicht und die Fettverteilung grad kacke sind. Und Konzentration lässt tageweise mal nach. 

Hätte ich ja nicht gedacht. Ich werd' bald 45. Eigentlich dachte ich, ich hätte noch so 3-5 Jahre. Und ich dachte, wegen der Hormonspirale würde ich gar nix merken. 

War wohl nix. 😊

Freitag, 16. Oktober 2020

Mein persönlicher Sommer

Könnte 'ne Serie sein, ist es aber nicht. ^^

Ich glaube, ich bin seit ca. 1 Jahr in den Wechseljahren. Ich bin oft ziemlich gereizt und ein Bollerkopp. Ich habe ja eigentlich die Spirale, aber das heißt nix. Abnehmen fällt immer schwerer, bzw. es passiert nix. Ich habe aber teilweise Schwankungen von bis zu 2 Kilogramm (!), klar, wahrscheinlich Wasser, aber das bleibt auch eine ganze Zeit. Gefühlt habe ich ca. 1 Woche pro Monat mal kein Wasser. Mein Bauch bzw. die Fettverteilung hat sich stark verändert, ich habe und hatte schon immer eine schöne Taille, aber mittlerweile habe ich eine Oberbauch-Rolle, ohne mehr Gewicht zu haben *gnaaaa*. Und genau DAS war eigentlich der Auslöser zum Darüber-Nachdenken für mich. 

Naja.

Selbst der Mann muss drunter leiden. Naja, knappe 45 Jahre und Hormonspirale heißt ja eigentlich noch lange nicht, dass die Wechseljahre starten, aber die Anzeichen wären da.

Angst habe ich eher vor den Hitzewallungen. Meine Mama hatte GAR NIX, meine Tante ist immernoch gebeutelt davon.

Mal schauen, wie es weiter geht.