Mittwoch, 1. Mai 2019

Alles neu macht der Mai

Zumindest auf der Arbeit.
Wir sind mit die letzten, die eine Systemumstellung bekommen. Bzw. bekommen haben. Gestern.
(In zwei Wochen bis Mitte Mai sind alle Filialen umgestellt. Das läuft seit 1 oder 1.5 Jahren.)

Seit 1997 bin ich dabei. Im Jahr 2000 wurde das alte Betriebssystem (was es nicht öffentlich zu erwerben gibt und firmenintern ist) eingeführt. Und nun nach 19 Jahren das nächste. Alles ist neu, alles ist anders. Am meisten nervt, dass man eben nicht "mal eben" Vorgänge bearbeiten kann, sondern wie Ochs vor'm Berg vor völlig alltäglichen Vorgängen steht und nicht mehr weiter weiß. Lediglich zwei Sachen sind wirklich super. Aber der Rest... Morgen kommt ein IT-ler zur Unterstützung, gestern die Dame war um 12 Uhr verschwunden, aber bis dato hat sie nur grob eine Einführung gegeben.

Die Fragen kommen natürlich im alltäglichen Arbeitsleben!

Also kommt morgen noch jemand.
Montag sind Cheffe und ich noch auf einer Spezialschulung. Ich bin gespannt.

Klar hatten wir vorher schon Schulungen, aber alle müssen sich erstmal dran gewöhnen.

Für meine älteste Kollegin, die zu Hause keinen PC hat und nächstes Jahr in Rente geht und eh schon voll verbittert ist, ist es am schlimmsten: "Wieso konnten die damit nicht noch 2 Jahre warten?!" Tja. Zur Schulung wollte und konnte sie nicht, da sie seit 15 Jahren ihren 23 Jahre älteren Lebensgefährten pflegt, der damals einen Schlaganfall hatte und ein kleiner Tyrann war und ist, sie hat außer ihn keine anderen Kontakte mehr. Nichtmal zum Essen beim Betriebsfest kommt sie.
Eine Pflege lehnt er ab.
Naja, und da sie ihn halt pflegt, konnte sie auch nicht 2 Tage zur Basis-Schulung. Oder überhaupt zu irgendeiner Schulung die letzten 15 Jahre.

So bin ich gespannt, wie es ab morgen weiter geht...

4 Kommentare:

  1. Es tut mir leid, aber für eine Person, die ihr eigenes Leben aufgibt, vermutlich wider besseren Wissens, habe ich einfach kein Verständnis mehr.
    Gerade wenn das eigene Privat- und Berufsleben deswegen zu Grunde geht.

    Was ist das denn für ein Betriebssystem und warum macht ihr so einen Wahnsinn euch etwas eigenes zu leisten? Ich kenne kein Unternehmen mehr, in dem das so der Fall ist.

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    1. Ja, ich glaube, das kann niemand nachvollziehen, dem es nicht genauso geht... Man trennt sich ja deswegen nicht. Aber das muss wirklich jeder selbst wissen.

      Oh, das ist ein Sonderfall. Das machen betriebsinterne.

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  2. Mal unabhängig von Schulungsterminen, sollte es ja wohl auch eine schriftliche Dokumentation System/Programm zum Nachlesen geben und die Arbeitskollegen sollte man auch fragen können. Auf einer Schlung schlafe ich jedenfalls meist zeitweise ein.

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    1. Gibt es auch, aber die Kollegin ist da wirklich stur. Die Schulungen waren wirklich gut, da wir ja in einer Schulungsumgebung selbst mitklicken, ausprobieren und Übungsaufgaben bearbeiten konnten.

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