Donnerstag, 8. April 2021

"Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" (Mini-Serie)


Sechs Jugendliche träumen im Berlin der 1970er-Jahre von Glück und Freiheit. Sie stürzen sich in das Nachtleben der Metropole, müssen aber irgendwann erkennen, dass der Rausch Freundschaften zerstören und sie in den Abgrund treiben kann.

***

Als Fan des Filmes (den ich heimlich damals geschaut habe, bevor ich ihn am nächsten Tag zum Frühstück mit meinen Eltern gucken musste), kann ich sagen: Guckt die Serie OHNE ihn auf den Film zu beziehen und zu vergleichen!!! Das hat mir unwahrscheinlich geholfen, denn die Serie ist wirklich gut!

Aber eben NULL mit dem Film vergleichbar, bis auf Christiane F. und den Drogen. Das steht auch vor jeder Folge, dass alles andere frei erfunden ist.

Und für mich viel zu lasch. Viel zu lasch! Christiane drückt und geht noch zur Schule?! Aha. Mit kurzem T-Shirt?! Nee is klar. Man sieht sie aber immer in den Arm drücken.
Die Entziehung von Christiane und hier Benno ist auch viel zu lasch darfestellt. Bissken krümmen, Bauchweh, Kotzen, aber nach 1-2 Nächten ist alles gut?! So wird's zum Beispiel dargestellt. Im Film fand ich den Entzug viel krasser (Kotzen, nach Stoff suchen, Rotwein kotzen, schwitzen, Bett dreckig etc.), das Drumrum (auch die Musik) viel bedrückender, dunkler. (Ich war aber auch 12 oder so, kann sein, dass ich den jetzt auch lulu finde..)

Also für mich nicht soooo nah an der Realität und irgendwie trotzdem ein schillerndes Party-Leben. Die Drogen fordern erst später ihren Tribut.

Auch der körperliche Verfall... Mir viel zu lasch. Bei Stella später gut zu sehen. 

Ich meine, ich kann GOTTSEIDANK nicht mitreden, bis auf Menschen, die mir mal in Frankfurt über den Weg liefen oder in Ruhrpott-Innenstädten.

Aber trotz allem tolle Serie. Bloß irgendwie kein erzieherischer Nährwert. und NICHT vergleichbar. Aber alleine, losgelöst geschaut doch gut.
Schulnote? Hm...auch eine gute 2. 

2 Kommentare:

  1. An den Film und das Buch kann ich mich auch noch gut erinnern, vor allem (wie bei Dir) an die krasse Entzugs-Szene.... Den Roman hatten wir damals als Schullektüre gelesen.

    Ob ich die Serie schauen werde, weiss ich noch nicht. Das Thema ist mir eigentlich zu düster...

    Wie Du habe ich ebenfalls glücklicherweise damit keinerlei Erfahrungen, die über Zufalls-Strassen-Begegenungen in Frankfurt hinaus gehen.

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    1. Ich habe nun auch zwischenzeitlich den Film gesehen. Und ich muss meinen Freunden, die nach 1 Stunde ausgemacht haben, weil zu langweilig, Recht geben. Gegen die Serie ist der Film sehr langatmig. Trotzdem kommen die wirklich abschreckenden Szenen erst nach einer Stunde und sind immernoch genauso schlimm wie ich sie damals fand. :-)

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