Ich bin kein Kriegsgeflüchteter und genieße natürlich die Vorteile des Friedens und des Westens. Ich habe ein (schönes) Dach über dem Kopf, kann meine Miete zahlen und mir Essen und Trinken kaufen. Und habe (noch!) einen warmen Pöppes.
Trotzdem empfinde ich diese Preissteigerung von allem nicht mehr akzeptabel.
Der dumme Deutsche zahlt fröhlich weiter.
Ich dachte ja, Corona wäre mit Abstand das Schlimmste, was uns passieren konnte.
Dann kommt ein Europa-Krieg. Und damit eine so exorbitante Preissteigerung von sämtlichen Waren und Gütern, dass selbst wir als "Double Income No Kids"-Verdiener schon gucken müssen, wo wir was sparen können. (Wir haben aktuell einen neuen Waschplan aufgestellt, um Strom und Wasser zu sparen. Jetzt geht es nicht mehr nach meiner Zeit und meiner Lust, Wäsche zu machen, nämlich gerne 2x die Woche, sondern jetzt nur einmal die Woche.)
Wie machen das HARTZ IV Empfänger???
Wie machen das Eltern???
Alleinerziehende???
Kaffeebohnen kosten 10,00 € das Kilo. In günstig. Vorher waren es 8,00 €. Das ist mehr als ordentlich.
Über Süßkram und Kekse reden wir mal nicht.
Aber Waschmittel ist deutlich teurer geworden. Zewa. Irgendwie einfach alles. Klar - Produktion, Logistik, Herstellung, Benzin... alles teurer.
Wenn der Krieg irgendwann mal vorbei sein sollte, ohne dass es ein NATO-Fall wird, wird hier ganz sicher gar nichts wieder billiger werden. Wer wettet mit mir?
Urlaub ist unfassbar teuer geworden (klar), Immobilien gehen für furchtbar horrende Preise weg, wenn ich das mitbekomme und die Preise höre, kann ich es kaum glauben, wenn ich nicht live dabei wäre.
Und es gibt immer Leute, die diese Preise auch LOCKER bezahlen können und wollen!
Die Schere wird immer breiter.
Viele immer unzufriedener.
Ohne meinen Nebenjob (bei dem ich heute das erste Mal darauf warte, dass Geld kommt, es aber das erste Mal sehr spät ist, was mir sonst immer egal war) wäre ich absolut aufgeschmissen. Auch jetzt mit der Osteopathie, klar. Gottseidank kommen wir nun in den 2-Wochen-Rhytmus.
Naja, das musste mal raus.
Ich weiß, dass ich drei Kreuze machen kann, weil ich gesund bin (zumindest weitestgehend, bis auf die üblichen Zipperlein). Aber nervig empfinde ich das Ganze gerade trotzdem. Auch, weil gerade einfach alle Leute mega genervt sind.
Innerhalb von 2(!) Monaten bei der Fahrt zur Arbeit haben mich Autofahrer (über die bekloppten E-Bike und Rennradfahrer rede ich mal nicht, ich wäre ja für eine Fahrrad-Kennzeichenpflicht und wäre auch die erste, die eins hätte!) überholt, obwohl ich rechts rangefahren bin, weil ich das Hindernis (andere parkende Autos, daher einspurig) auf meiner Seite hatte! Und zwar genau zwei Mal! Das habe ich wirklich noch nie erlebt seit ich den Führerschein habe, und beide Male in einer 30 Zone, wo man eh nie 30 fahren kann wegen der einen Spur und dem Gegenverkehr! Das letzte Mal letzte Woche. Ich dachte echt, mein Schwein pfeift.
Also zwei unterschiedliche Tage und zwei unterschiedliche Autofahrer, nicht auf einer Strecke derselbe.
Unfassbar.
Diese Aggression, diese Gleichgültigkeit, dieser Egoismus. Ob jetzt bei Corona, im Straßenverkehr, beim Lebensmittel (Öl etc.) bunkern - egal.
Aber vor allem diese Aggression. Die kann ich gar nicht wechseln und die macht mich dann auch aggressiv. 😒
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